Von Gerichtsmedizin bis Antarktis: Wie TV-Formate wirklich entstehen

Shownotes

Was braucht es, damit aus einer Idee ein TV-Format wird?
Claudia Riemer, Redaktionsleiterin bei TVN, gibt Einblicke in die Welt der Formatentwicklung: von ersten Ideen über Konzeptvorstellungen bis hin zur Umsetzung für Fernsehen und Mediatheken.
Wie entstehen erfolgreiche Formate?
Warum werden viele Ideen abgelehnt?
Und welche Rolle spielen echte Geschichten und Menschen im modernen Fernsehen?
Eine Folge über Kreativität, Durchhaltevermögen und die Realität hinter der TV-Produktion.

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00:00:00: Ihr hinter mir ist das Meer.

00:00:00: Ich kann da jetzt nicht

00:00:01: reinspringen.".

00:00:02: Nein, einfach ruhig bleiben!

00:00:03: Und dann stand der wirklich vor mir, hat hochgeguckt und hat dann seinen Geräusch gemacht... Also ich krieg' jetzt noch

00:00:09: Gänsehaut!".

00:00:22: Wir kommen zu einer neuen Ausgabe von der Broadcast bei TVN.

00:00:25: Heute stellen wir uns die Frage was an Anfang jeder Sendung stehen muss, nämlich die Idee des Formats aber auch die Formatentwicklung.

00:00:33: Dafür habe ich heute jemanden hier, der dafür verantwortlich ist, nämlich Claudia Riemer.

00:00:37: Herzlich willkommen schön dass du da bist.

00:00:39: Danke schön, danke für die Einladung.

00:00:40: Ich sehe du hast ein interessantes Hemd an.

00:00:43: was außergewöhnlich ist das?

00:00:44: es sieht irgendwie selbst bemalt aus?

00:00:46: Tatsächlich ist es nicht selbstbemalt aber es wurde gemalt extra für mich und für meine liebe Kollegin Katharina Weber-Verlinden.

00:00:54: wir sind im Rahmen von der Formatentwicklung in einer südlichen Stadt genaues darf ich leider nicht sagen gewesen haben dort einen sehr speziellen seventy jährigen Menschen kennengelernt ich würde ihn bezeichnen als Gesamtkunstwerk Und wir haben uns so gut verstanden, dass er irgendwann gesagt hat, er sieht Energien.

00:01:13: Er ist selber viel Energie und bemalt Mode, hat das Ganze schon in LA gemacht und wirklich ist ziemlich famis und hat gesagt ich mag euch... Ich möchte euch etwas schenken!

00:01:24: Wir haben uns die Blusen gekauft als weiße Bluesen und er hat sie uns jetzt gegeben.

00:01:29: Ja, das macht meinen Job so großartig dass ich sowas tragen kann und so hätte es bekommen von Protagonisten.

00:01:36: Das

00:01:36: heißt er hat das wirklich jetzt speziell auch für dich gemalt?

00:01:39: Du hast die Bluse abgegeben und dann gesagt Ich lass mir mal was einfallen was zu dir passt.

00:01:43: mein du kannst es tragen sieht top aus ne Dank Aber wie kommt man denn überhaupt dazu, solche Kontakte zu machen?

00:01:50: Das kam über einen Bekannten von Katharina.

00:01:54: Der und Katharina weiß wir arbeiten ja alle sehr eng zusammen egal in welcher Firma wir sind bei TVN.

00:01:59: Und sie wusste dass wir immer auf der Suche sind nach speziellen Menschen.

00:02:02: und sie meinte du guck mal hat mir hier ein Bekannter von mir geschickt aus dieser südlichen Stadt.

00:02:07: Es sagt Mega, der sieht interessant aus und dann erzählte sie ein bisschen was dazu.

00:02:10: Dann haben wir telefoniert und dann sind wir runtergefahren.

00:02:14: Haben ihn quasi gecastet auch noch andere Menschen dazu weil ein Format oder überhaupt eine neue Sendung verkauft sich über Menschen.

00:02:21: Was ist spannend am Fernsehen?

00:02:22: Das sind die Menschen, die dahinter stehen, die dir Geschichten erzählen.

00:02:25: Und wenn du die Bluse siehst kannst du dir vorstellen Der Mann is' seventy-eight rennt von Kopf bis Fuß in seinen selbstdesignten Sachen rum gebürtiger Schwede, der durch die ganze Welt gereist ist und unter anderem auch mit Delfinen spricht.

00:02:40: Ach, auch noch!

00:02:40: Das ist ja spannend.

00:02:41: Du bist Redaktionsleiterin bei Tifa Infactual Entertainment?

00:02:45: Was genau is dein eigentlich?

00:02:46: Ja?!

00:02:47: Diese Branche oder dieses Filmgruppe, die wir da noch haben.

00:02:51: TV Infactual Entertainment ist früher bekannt gewesen als AZ-Media und AZ.

00:02:56: das ist mir immer aufgefallen wie so lange dort ist im Fernsehen wie ich der weiß dass hinter AZ Andre Ziberthus stand selbst hier im Unternehmen.

00:03:05: viele jüngere Kollegen sagten ah ja AZ Media ihr macht von A bis Z alles

00:03:09: Das Format.

00:03:10: das kenne ich auch noch.

00:03:10: das stand sogar auf.

00:03:11: wenn man mal Formate sich angeguckt hat stand dann immer Azad Media produziert von Azad media.

00:03:16: Genau, und wir haben irgendwann gesagt Wir entwickeln uns ja auch weiter.

00:03:19: Und die Zeiten André Salbert ist das es lange vorbei?

00:03:22: Wir machen mehr als nur reportagen.

00:03:25: Die hatten die große Reportage Dreißig Minuten Deutschland und ähnliche formate häufig für RTL in der sogenannten drittsein der Lizenz.

00:03:32: Und wir haben aber gesagt wir entwicklen uns weiter.

00:03:34: ich bin jetzt seit fünf Jahren dabei und seit drei jahren heißen wir Jetzt Tivo in factual entertainment weil dass unserer meinung nach das ausdrückt was wir machen nämlich Unterhaltung, journalistische Formate.

00:03:46: Alles mit echtem Menschen.

00:03:47: Ich sage mal echte Geschichten mit echten Menschen.

00:03:50: Das machen wir auf.

00:03:51: wie kann man damit falschen Menschen das machen?

00:03:53: Nicht mit falschen menschen aber ich kann zum Beispiel scripted reality machen.

00:03:57: Ich nenn's immer Bauerntheater.

00:03:59: es gibt sehr gut gemachtes scripted Reality Es gibt aber auch sehr schlecht gemachtes Scripted Reality und ich finde ich bin eine Urjournalistin also wirklich auch voller Herzblut immer noch nach sehr vielen Jahren in diesem Job Und ich finde, du musst dich entscheiden.

00:04:13: Entweder du machst Scripted Reality oder journalistische Formate.

00:04:16: Inzwischen gibt es nicht weil dann setzt du wirklich deine Relevanz und vor allem deine Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

00:04:22: Das ist in Zeiten wie diesen extrem gefährlich.

00:04:26: Das heißt wirklich hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte die wahr ist?

00:04:31: Absolut!

00:04:34: Natürlich, wir sind keine Dokumentarfilme.

00:04:36: Wir initiieren bestimmte Situationen die aber so im normalen Leben auch stattgefunden hätten.

00:04:41: wie inszenieren sie nicht und ich finde das ist ein kleiner aber feiner Unterschied der wirklich eine große Bedeutung hat.

00:04:48: Besonders spannend finde ich ja wenn es sich jetzt schon im Vorgespräch gehört habe du darfst dir Formate ausdenken und die produzieren.

00:04:56: Das ist ja so ne?

00:04:57: Also zumindest die Trailer.

00:04:58: Die ganzen Formate alleine nicht und ich denke sie mir auch nicht alleine aus, ich habe ein großartiges Team vor allem wenn mein Mitredaktionsleiter Sebastian Lieckmann der auch Leiter der Prostproduktion für die Geistens ist, der in Köln sitzt.

00:05:11: Ich sage immer wir haben uns nicht gesucht aber gefunden und ich kenne niemanden der so kreativ erst wie er und wir haben tolles Team und gemeinsam sitzen wir dann.

00:05:22: Also Formatentwicklung ist letztendlich eines Clown und Clown Plus.

00:05:25: Man guckt sehr viel, man guckt viel im internationalen Fernsehen, man kuckt im Internet, man lernt spannende Menschen kennen und denkt sich der hat so eine coole Geschichte da.

00:05:35: drum muss man was entwickeln.

00:05:37: und ja dann setzen wir uns hin produzieren kleine Trailer und gehen damit hin zu den Sendern oder zu Streamingdiensten und sagen Halli, hallo, halle.

00:05:47: Wir haben da wieder was und je nachdem wie schnell die sich entscheiden produzieren wir es dann auch.

00:05:53: Das heißt du guckst relativ viel Fernsehen oder auch YouTube und sonst irgendwas?

00:05:57: Und schaust so, boah!

00:05:58: Was haben denn die Amerikaner gerade für Formate?

00:06:00: könnte man das vielleicht irgendwie abkupfern?

00:06:02: ist das so?

00:06:02: Ja.

00:06:03: Macht ihr das auch mit uns so?

00:06:05: Weniger also ich glaube dass einzig wirklich gut verkaufte Format ist Schlag den Star von Stefan Raab, das wurde auch ins Ausland verkauft.

00:06:13: Es wurde dann allerdings umgewandelt weil es hat sich nicht so ein Moderator gefunden.

00:06:17: wie schlagt den Raab?

00:06:18: also einen verrückten Moderator im Ausland zu seinen großen Zeiten?

00:06:23: Das ist eigentlich das einzige Format meines Wissens nach was aus Deutschland verkauft wurde.

00:06:28: Also wir klauen schon viel mehr Von den Amerikanern Engländern und zum Beispiel von den Holländern die ja auch eine ganz andere Fernsehtradition haben muss man auch ganz klar sagen

00:06:38: Und dieses Clown ist dann am Ende, die haben einfach bessere Ideen.

00:06:42: oder ist es manchmal so, boah ich habe mich jetzt auf eine weitere Idee gebracht.

00:06:46: Also das ist nicht so dass wir eins zu eins das abkupfern sondern so, oh ja!

00:06:49: Das ist kein Thema XY und daraus könnte man vielleicht das Format machen und jetzt nicht abgekupfert von dem... was eigentlich läuft.

00:06:56: Absolut!

00:06:57: Also du machst in der Regel, dafür gibt es dann auch Lizenzproduktionen.

00:07:00: also Wer wird Millionär?

00:07:01: ist eine Lizenz-Produktion oder solche Sendung?

00:07:04: die hat sich jemand ausgedacht in dem Fall John Lemoll und das wurde dann eingekauft als Lizenz.

00:07:09: und deshalb sieht zum Beispiel wer wird millionär in jedem Land der Erde gleich aus?

00:07:13: Die Studios, die Musik da?

00:07:14: wann wird das Licht gedimmt?

00:07:16: Wann kommt welche?

00:07:17: Welche Musikfolge?

00:07:18: Wo sitzt der Moderator?

00:07:19: wie sieht der Studio aus dass sie in jedem land gleich aus?

00:07:23: Das machen wir nicht sondern wir entwickeln eigene Ideen.

00:07:25: Und eher, wir sind keine Show-Formatentwickler noch nicht mehr weiß was uns alles noch einfällt jetzt auch mit TV Plus und dem Bingo Studio das wird zur Verfügung haben.

00:07:38: also da kann man ja sich noch sehr viele schöne Dinge entwickeln dann sind wir auch schon dran.

00:07:41: aber wir machen mehr journalistische Formate.

00:07:46: Wie geht man da so ran?

00:07:47: Ich sag mal so wenn ihr jetzt einen Format verkaufen wollt Da hast du eben schnell erzählt macht dir so ein Trailer Und dann habt ihr jetzt weiß, dass ich Thema X Y und daraus dreht er jetzt einen kleinen Beitrag ein Trailer.

00:08:00: Und dann gehst du zum Sender hin und sagst hier guck mal wollte das nicht kaufen?

00:08:04: Genau also das sind verschiedene Wege.

00:08:06: wir haben ein ganz gutes Netzwerk weil ich bin seit ich zwanzig bin im Fernsehen unterwegs in ganz Deutschland und von daher kennt man an bei bestimmten Sendern Menschen.

00:08:18: Man geht zu Netzwerktreffen, dann gibt es regelmäßig sogenannte Produzententreffen.

00:08:23: Dort stellen an die Sender auch ihre neuen Bedürfnisse vor.

00:08:26: zum Beispiel ganz klarer Trend in den letzten Jahren Mediatheken First.

00:08:30: Es geht alles darum junge Zuschauer die eben dem klassischen Fernsehen abwandern zur Gewinne über die Mediathiken und einfach zu erkennen.

00:08:37: okay wie bekommt man ein klassisches Fernsehformat was vor allem Jüngere kaum noch einschalten?

00:08:42: Wie bekommt man das hin?

00:08:43: dass es auch für die ältere Zielgruppe spannend ist Die Junge gleichzeitig aber abruft im Stream.

00:08:48: Und wenn man dann ungefähr weiß... Keine Ahnung, satt ein sucht jetzt in die Richtung.

00:08:53: Das ZDF sucht in diese Richtung und die AD-Mediathek geht in diese.

00:08:56: Dann gehen wir ganz gezielt ran und haben einen riesen Portfolio.

00:08:59: Und dank einer lieben Kollegin Simi, die sich da um den Sharepoint bemüht gemacht hat und richtig viel investiert hat und aufgebaut hat, haben wir einen super Überblick über all das was für die letzten dreißig Jahre quasi aufgebaut haben.

00:09:13: Und dann gucken wir, was könnte passen?

00:09:16: Von alten Sendungen kommt man noch mal auf eine ganz neue Idee und ähnliches.

00:09:19: Okay, dann schneidet man das nochmal um oder dreht man immer neu?

00:09:23: Je nachdem!

00:09:24: Also teilweise drehten wir nochmal neu, teilweise nimmt man schon ein vorhandenes Material macht einen coolen kleinen Trailer, macht den sogenannten One-Pager so dass der Sender verantwortlich ist.

00:09:32: er kriegt jeden Tag keine Ahnung wie viel Ideen, dass der dann wirklich auf einen Blick sieht.

00:09:36: okay so könnte die Geschichte aussehen.

00:09:39: darum gehts.

00:09:39: das ist die Zielgruppe auch ungefähr den Kostenrahmen.

00:09:43: Weil mit viel Geld kann man große Shows machen, aber das weiß auch jeder der ein bisschen die Branche verfolgt und die großen Budgets sind nicht mehr alle da.

00:09:51: Nichtsdestotrotz werden weiter Geschichten gebraucht und egal wofür.

00:09:56: Und dann genau gehen wir dahin schicken das hin, teilweise pitchen wir es auch also stellen uns hin und verkaufen das voller Werf-und Begeisterung weil wenn wir nicht dran glauben wer soll dann dran glauben?

00:10:07: Und im Idealfall schicken sie uns zum nächsten!

00:10:10: der das entscheiden kann.

00:10:11: Und wie schwer ist es, sage ich mal junges Publikum anzusprechen?

00:10:14: Weil man jetzt sage ich nur schon die ältere Zielgruppe und ein junges... Ich weiß nicht von dem

00:10:17: du redest also... Nein eigentlich nicht weil tatsächlich die gesamte Redaktion ist deutlich jünger als ich und ich glaube dass hält dann auch Jungen und ich glaub dadurch was dies ja auch deutlich Jünger dadurch dass ich die Erfahrung mitbringe und die anderen diesen jungen Blick matcht das gut.

00:10:35: Das funktioniert.

00:10:36: Bist Du dafür denn immer offen auch für diese jungen Blicke?

00:10:39: Ich denke ja, also das müsstest du die Redaktion fragen.

00:10:41: Aber ich glaube schon doch... Also es gibt auch Dinge von denen ich sage, kann ich mir nicht vorstellen?

00:10:46: Kenne ich nicht!

00:10:46: Ich kenne ganz viele Leute über die, die dann sprechen, aber doch ... ich würde schon behaupten, ich bin offen, aber frag gerne die Reduktion.

00:10:54: Okay, mach' ich und dann nimm mich

00:10:55: auf.

00:10:56: Ist es so dass die Formate dann rein fürs Fernsehen ist oder halt auch für Social Media und neue Medien?

00:11:02: Das musst du heute immer mitdenken.

00:11:03: Du musst's heute schon anbieten, denn beispielsweise war ich jetzt vergangene Woche eine Woche lang auf dem Schiff mit der Bundespolizei, also ich bin nicht nur Redaktionsleiterin.

00:11:12: Ich fahre auch gerne immer noch selber raus als Autorin weil ich meinen Job mal gemacht habe oder begonnen habe, weil ich Geschichten erzählen möchte und das mache ich wirklich sehr, sehr gerne.

00:11:22: Und diese Begleitung der Bundes-Polizei sehe – das ist für eine Nordreportage da machen wir sehr gerne uns sehr viel.

00:11:29: was läuft, achtzehn uhr fünfzehn immer die Sendung jetzt am neunzehnten Februar Das war so cool vor Ort, dass ich jetzt mit dem Redakteur beim NDR schon besprochen habe.

00:11:39: Dass das auch ein Mehrteiler werden könnte zum Beispiel für eine Mediathek weil ich glaube, dass sich die Menschen sowas angucken.

00:11:45: Bundespolizei kommt ja ursprünglich vom Bundesgrenzschutz also sprich Grenzenschützen.

00:11:50: wie machen wir das?

00:11:51: Wie machen wir es an sie?

00:11:52: und das ist da alles.

00:11:53: du hast Seefahrerromantik Du hast Stürme, du hattest wir hatten Eis Wir hatten Wellengang, wir hatten alles Und noch coole Truppe Die einfach Bock haben mit denen wir abends gedartet haben.

00:12:04: aber zu vermitteln, guck mal.

00:12:05: Auch das ist Bundespolizei, das ist

00:12:08: mega!

00:12:08: Wie ist es für dich so, sag ich mal da jetzt mitzufahren?

00:12:11: Ich meine, der gibt ja ganz andere Einblicke als was am Ende im Fernsehen gezeigt wird.

00:12:15: Was für einen Eindruck hast du da immer und wie fühlt sich das an?

00:12:19: Total cool also ... Das kann ich wirklich sagen... Der Job, den ich habe ist der Schönste der Welt.

00:12:26: Weil ich kann in Welten gucken die andere in die anderen nicht hinein gucken können und Ich hab so viel erlebt In meinem langen Berufsleben Und so viele tolle Menschen schon kennenlernen dürfen.

00:12:36: Tolle Situationen, die ich so anders nie kennengelernt hätte und speziell Polizei mache ich.

00:12:41: schon sehr lange begleite ich sehr lange Zu Land zu See in der Luft weil Mir daran sehr gefällt.

00:12:48: es wird sehr viel auf die eingeprügelt im wahrsten Sinne des Wortes und was mir Grundsätzlich gefällt es.

00:12:54: Es ist eine Truppe, die ich kennengelernt habe, die als Team gut zusammenpassen, die gut aufeinander aufpassen und gut zusammenarbeiten.

00:13:03: Und das wiederum ist etwas was ich selber auch versuche bei uns zum Beispiel im Team zu leben dass wir aufeinander aufpassen, dass wir zusammen sind.

00:13:09: Dass wir gemeinsam was Cooles schaffen!

00:13:13: Das ist etwas, was mich sehr anzieht und was mir dann auch viel Freude macht wenn ich das sehe.

00:13:18: Kannst du dich noch an dein letztes Format erinnern, was Du in Worf machst und was auch ja sage ich mal am Ende produziert worden ist?

00:13:25: Formate in dem Sinne nicht.

00:13:27: Aber ich habe das große Glück dass sich die Reportagen, die ich machen möchte, in der Regel machen kann.

00:13:31: also wir haben bei RTL in der sogenannten drittierende Lizenz können wir pro Jahrzehn folgen für die Alltagskämpfe aktuell machen.

00:13:40: Alltagskämpfer so tickt Deutschland und man merkt schon an der Überschrift, dass ist sehr breit das Feld.

00:13:45: Und ich begleite zum Beispiel seit über zehn Jahren jetzt Nachlassflieger.

00:13:51: Man denkt ja erst mal nachlassfliegern.

00:13:53: Oh mein Gott!

00:13:54: Todeslangweilig-Nachlassgericht?

00:13:55: Nee mega spannend.

00:13:56: weil was macht ein gutes Format aus?

00:14:00: dass was alle Menschen interessiert, ich hab den Schlüssellochblick.

00:14:02: Ich gucke in die Wohnungen oder in die Lebensgeschichten anderer Menschen.

00:14:06: Nachlasspfleger werden dann eingesetzt zum Beispiel wenn Menschen einsam sterben es keine Erden gibt oder aber die bekannten Erben das ganze ausgeschlagen haben.

00:14:14: Was für Menschen sterben?

00:14:15: einsamen Menschen in der Regel?

00:14:16: Die auch verwahrlos sind und da rein zu gucken in solche Häuser ist manchmal auch unappetitlich.

00:14:23: also ich habe eine komplette Kleidungsausrüstung für solche Drehs auch weil du dann auch schon mal manchmal liegen sie dort länger gehst du auch über bestimmte Säfte und das ist alles nicht so schön oder hast auch mal eine Ratte dabei, aber du lernst Wirklichkeiten kennen die du sonst nie siehst.

00:14:38: Und diese Nachlasspfleger durchwühlen wirklich diese Haushalte.

00:14:41: manchmal ist es auch gefährlich.

00:14:42: dann musst du mein Kammerjäger vorherholen und das ausräuchern lassen.

00:14:46: Dann dieser Moment du guckst dadurch völlig zugeräumte Zimmer und wühlt es darum, und guckst durch.

00:14:54: Und findest ein Testament oder findest einen Konto.

00:14:56: aus Suche und Merkz dieses zugemüllte Haus hier.

00:14:58: der Typ hat eine halbe Million auf dem Konto.

00:15:00: Der hat das einfach entweder vergessen oder ist eben ja nicht mehr klar gekommen mit einem Leben.

00:15:06: Das ist total spannend.

00:15:07: also um solche Leute zu begleiten.

00:15:10: Das mache ich sehr lange, sehr gerne und immer wieder.

00:15:13: Und das ist mir auch wichtig in der Arbeit dass sich mit Menschen zusammenarbeiten die ich immer wieder begleitet kann Weil dann ist da auch eine Vertrauensbasis und die nehme ich mit zu Sachen wo andere vielleicht nicht hinkommen oder wo sie erst mal sagen, oh weil auch Tote haben recht auf ihre Persönlichkeit.

00:15:29: Blört ja wirklich alle Fotos so dass die Angehörigen das also das ist eben immer noch, dass Sie ihr Privatrecht noch haben.

00:15:37: Spannend!

00:15:37: Das heißt du zeigst auch eigentlich so Berufe wie langweilig klingen?

00:15:41: Auf, dass sie eigentlich total spannend sind.

00:15:43: Ja, Gerichtsmedizinerin wollte ich unbedingt immer mal machen.

00:15:46: Also da hatte ich auch ein bisschen Bammel vor.

00:15:48: Gerichts-Medizinerinnen... daraus ist eine Formatidee entstanden wie Rena und die Toten.

00:15:53: Das ist ne ganz tolle Gerichts Medizinerin aus Mecklenburg Vorpommern Und die mich dann auch aufgeklärt hat mehr als die Hälfte der Zeit drauf geht in der Arbeit mit Lebenden, nämlich der sogenannten Gewaltambulanz.

00:16:08: Und dass zum Beispiel es häusliche Gewalt eben nicht nur gegen Frauen gibt sondern auch eine hohe Prozentzahl und noch eine viel höhere Dunkelziffer von Gewalt gegen Männern, die häufig mich darüber reden.

00:16:19: Das ist ein Thema

00:16:20: z.B.,

00:16:20: das würde ich gerne nochmal machen.

00:16:22: Ich finde keine Männer, die darüber reden.

00:16:24: also kurzer Aufruf wäre auch immer sich berufen fühlt weil ich finde solche Themen haben eine Relevanz Spiegeln auch die Zuschriften wieder oder die Kontakte zu Zuschauerinnen und Zuschauern.

00:16:38: Wir können was bewirken immer noch mit Fernsehen, mit Streaming, egal was.

00:16:42: wenn ich ein Problem habe und sehe jemand anders hat das auch.

00:16:46: Und jemand anderes hat vielleicht eine Lösung oder hat jemanden zu dem ergehen kann?

00:16:50: Dann ist es so befriedigend im Job wie nur irgendwas.

00:16:57: Wenn du jetzt ne Formatidee hast

00:16:59: dann

00:16:59: setzte dich einfach an Schreibtisch Sag mal, schreibst das nieder oder sprichst du mit deinem Team?

00:17:04: Oder wie läuft es genauso ab?

00:17:06: Ich kann mir das gar nicht vorstellen.

00:17:07: Weil für mich ist immer so ich habe jetzt eine Idee dann geh jetzt zu meinem Vorgesetzten.

00:17:11: Das bist jetzt aber Du in dem Fall also selber.

00:17:14: und dann sage ich präsentiere man die Idee und dann sagt er ja oder nein.

00:17:17: So bei dir ist wahrscheinlich ganz anders.

00:17:18: Du sagst jetzt ich hab jetzt eine idee da machen wir das einfach.

00:17:22: Nee, auch nicht.

00:17:23: Weil meine Ideen können mal richtig schwachsinnig sein und tatsächlich kommen viel mehr Ideen aus dem Team oder die entwickeln wir gemeinsam dadurch dass wir an verschiedenen Standorten arbeiten.

00:17:35: Wir arbeiten in Hannover und in Köln.

00:17:37: Das sind unsere zwei Hauptstandorte Und wir versuchen uns regelmäßig zu sehen und zusammenzubringen.

00:17:43: Wir haben zum Beispiel einmal auf jeden Fall immer ein Workshop.

00:17:45: Ansonsten haben wir eine wöchentliche Konferenz per Teams.

00:17:48: dann Die nutzen wir dann auch, ich hab das und das gehört.

00:17:52: Ich habe den und denen gerade kennengelernt.

00:17:55: oder eine Sendung von uns ist besonders gut gelaufen.

00:17:58: Die nutzen wir dann und spinnen diese Ideen gemeinsam.

00:18:02: Und ehrlicherweise es geht abends!

00:18:03: Ich bin in der Eule deutlich besser als morgens bei mir.

00:18:08: Dann sitzt man mal und trinkt was und spinn wirklich völlig wild rum.

00:18:12: Häufig nutzen wir auch das Zusammensein mit anderen Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen und kommen da in der Regel echt coole Sachen raus.

00:18:19: Cool.

00:18:20: Und es ist denn so, dass ihr mal nur eine Sache dem Sender schickt oder schickt dir direkt einfach mehrere Sachen und die suchen sich da irgendwas

00:18:25: aus?

00:18:26: Ja also mehrere.

00:18:27: wir haben anfangs zum Beispiel wenn wir der ZF Reportage Themen anbieten oder eben auch den NDR Haben wir so sechs bis acht Themen abgegeben haben dann irgendwann gelernt Die werden eh nicht mehr als zwei Themen auf einmal kaufen.

00:18:39: Also schicken wir jetzt immer So im zwei bis vier Wochen Rhythmus zwei Themen jeweils an die verschiedenen Landesfunkhäusern.

00:18:46: Es ist denn häufig der Fall das sie auch einfach sagen

00:18:48: nein ja Ehrlich?

00:18:50: Ja, ich verstehe es auch nicht.

00:18:51: Also unsere Angebote sind großartig ist das eine tolle Themen.

00:18:55: Das sagen sie auch leider.

00:18:56: Okay, ist man dann enttäuscht bei einigen Sachen die mal vielleicht mal gemacht hätten

00:19:02: ja also bei bestimmten vor allem bei Formatideen an die wir glauben Wir haben einen wirklich tolles Format.

00:19:07: das kann jetzt hier nicht so aber da haben wir das machen wir mit einem Partner zusammen.

00:19:11: dass ist ein Format anders.

00:19:14: Mein Team und ich will wirklich fest dran glauben.

00:19:16: Ich halte das für das neue Dschungelcamp, das ist... meiner Meinung nach international vermarktbar.

00:19:22: Das ist etwas, was wirklich richtig gut abgehen kann und wir sind damit bei verschiedenen Sendern.

00:19:28: alle fanden es toll keiner hatte den Mut das zu produzieren Und die Lotto-Fee kam noch nicht vorbei dass wir einfach mal alleine das Geld in die Hand nehmen und alles machen.

00:19:38: aber tatsächlich überlegen wir gerade bestimmte Dinge doch selbst zu produzierend und zu gucken wie wir das mit Partnern auf die Bühne stellen auf die Beine stellen denn das is ja auch ein Trend.

00:19:49: Das muss man ganz klar sagen, es ist keine große Hürde mehr heute im eigenen Kanal aufzumachen und selbst zum Streamer seiner Ideen zu werden.

00:19:56: Die Frage ist immer wir machen das ja alle nicht aus Freizeit und weil wenn ich wissen was wir sonst mit unserer Zeit zu tun haben der Wirtschaftlichkeit wie rechnet sich das wieder?

00:20:04: Spannend!

00:20:05: Überhaupt dass dieser Gedanke überhaupt da ist so etwas zu machen ist ja wirklich interessant.

00:20:09: Was ist denn die häufigste Grund warum sie ablehnen?

00:20:13: also Das ist unterschiedlich.

00:20:14: Manche sagen dir gar keinen Grund, manche da bei manchen Kunden dauert das sehr lange das Feedback und andere wiederum sind sehr offen und sagen dann wir haben es entweder in einer anderen Produktionsfirma schon versprochen denn der Markt ist ja riesig Es bieten ja ganz viele Firmen Themen an.

00:20:29: Also entweder hat sich jemand schon Angeboten oder das passt gerade nicht rein Oder wir hatten's grade schon.

00:20:33: also das heißt steht vor jeder für jedem Themenangebot.

00:20:36: guckst du einmal in den Mediatheken was hatten die eigentlich gerade?

00:20:39: Was sind so die Trends?

00:20:42: Dann Geschmack, ganz persönlicher Geschmacks ist natürlich auch gespielt eine Rolle.

00:20:48: Oder aber du hast nicht den richtigen Punkt getroffen.

00:20:51: also das hat mir schon ein paar mal als wir zum Beispiel unsere Wir haben eine Reportage über Döner gemacht.

00:20:58: Das Döners geschafft?

00:20:58: Ja sehr lecker und riesig!

00:21:00: Hat ja die Currywurst abgelöst als Fast-Food Essen Nummer eins.

00:21:08: Die Idee haben wir gemeinsam mit dem ZDF entwickelt.

00:21:10: Wir sind eigentlich mit einem ganz anderen Vorschlag zu denen gefahren und dann haben wir die eine größere Dünnergeschichte, die auch sehr gut gelaufen ist, entwickelt.

00:21:20: Manchmal hat man so einen Anstoß und muss es weiterentwickeln gemeinsam aber nicht jede Redaktion ist dafür offen und dann gibt's halt manchmal einfach nur nö, das ist grad nichts für uns.

00:21:29: Du hast gerade gesagt zum ZDf gefahren, d.h.

00:21:31: manchmal fährst du auch mit dem USB-Stick dahin und präsentierst das?

00:21:33: Ja!

00:21:34: Ja, genau.

00:21:35: Also das ist eher seltener weil dann nach Corona geht ja alles auch über Teams Fluch und Segen zugleich.

00:21:41: Weil ich bin großer Freund vom persönlichen Gespräch denn Manchmal also ich finde man muss sich auch manchmal einfach nahe sein Und Sich fühlen sozusagen und dann kommt man Das ist mir lieber

00:21:53: Ist der Austausch meistens auch größer habe Ich immer das Gefühl

00:21:55: definitiv definitiv ja du kriegst auch ein bisschen was anderes mit Du siehst wo sitzen ja die Kolleginnen und Kollegen und dass es dann bei der nächsten schalte wenn ich zum Beispiel im Homeoffice von Schwerin arbeite, ich wohne direkt an einem See.

00:22:07: Und das wissen auch mittlerweile alle Kunden und sagen mal, sitz du auf dem Balkon?

00:22:11: Wenn die Haare wehnen... Ja!

00:22:13: Wie ist das Wetter?

00:22:14: warst du heute Morgen schon waren?

00:22:16: Das sind dann natürlich wie immer im Leben entstehen Beziehungen auch auf einer persönlichen Ebene.

00:22:21: Und es ist auch wichtig finde ich.

00:22:23: Auch das muss ja Arbeitszeit ist Lebenszeit.

00:22:26: Es muss auch Spaß machen, die Zusammenarbeit.

00:22:28: Definitiv.

00:22:29: Wenn jetzt ein Sender entscheidet, jo, das Format Das möchte ich gerne haben.

00:22:33: Ist es denn so, dass jetzt die Idee abgekauft wird oder produziert das am Ende und verkauft das an den Sender?

00:22:38: Der Plan ist, dass wir die Formate, die wir entwickeln – also das eine sind die einzelnen Reportagethemen für bestehende Formate ,die wir liefern.

00:22:46: Da kaufen sie dann die Idee und wir setzen's auch um und dann geht der klassische Produktionsprozess um.

00:22:51: Also ich sage immer, die Arbeit bei uns beginnt eigentlich richtig... dann der klassische Produktionsprozess, wenn wir die Idee verkauft haben.

00:22:58: Das ist bei den Einzelformaten so.

00:23:00: Wenn wir eine eigene Formatidee haben, dann ist unser Ziel das auch zu verkaufen?

00:23:04: Das ist uns aber tatsächlich... Wir haben jetzt ungefähr fünfundzwanzig Formate entwickelt also richtig eigenständige Sendeformate noch nicht gelungen!

00:23:11: Noch gar

00:23:11: nicht?!

00:23:12: Nein!

00:23:13: Deshalb, die Frage ist das denn sagen sie auch mal nein?

00:23:16: Aber ja doch sagen Sie mein Nein was aber nicht entmutigt weil es gibt bestimmte von diesen fünfund zwanzig von denen wir sagen Die kann man umsetzen.

00:23:24: Die kann auch ein Sender umsetzten, die kann vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt... Vielleicht ist es gerade nicht der richtige Zeitpunkt?

00:23:30: Also weiter immer weiter!

00:23:32: Okay aber das ist also für mich hört sich das an wie so.

00:23:35: ich weiß nicht ob ich da noch Motivation hätte das immer weiter zu versuchen.

00:23:38: Also woher nimmst du denn die Energie und sagst oh ich mach's jetzt immer weiter.

00:23:41: Ich denk mir trotzdem weiterhin Formate aus.

00:23:43: Mein Mann hat immer gesagt ich hab ADHS.

00:23:44: nein ich habe ich bin grundsätzlicher Optimist und ich glaube dass Es wird nie aufhören, auch wenn das klassische Fernsehen... es wurde schon so oft tot gesagt.

00:23:55: Gute Geschichten haben immer, finden immer ihr Publikum und gute Geschichten brauchen wir.

00:23:59: Und ob ich diese gute Geschichte jetzt heute erzähle oder morgen oder übermorgen?

00:24:02: Egal!

00:24:03: Ich glaube fest daran dass wir die richtigen sind für diese guten Geschichten und dass wir gute Geschichte haben.

00:24:09: Deshalb dann wird's ihm etwa später was.

00:24:11: Gab's denn auch schon Formate, die dann einfach überhaupt gar nicht gut liefen und dann auch einfach nicht wirklich zu Ende produziert worden sind?

00:24:18: Nee

00:24:18: Also wenn Auftrag kam, dann wurde das komplett gemacht.

00:24:21: Dann wurde es auch komplett ausgestrahlt.

00:24:23: Cool!

00:24:24: Und wie ist es eigentlich so selber denn mal so ein Format deinem Fernsehen zu sehen?

00:24:27: Guck mal was hab ich gemacht?

00:24:28: oder wie war's am Anfang?

00:24:29: Ich glaube inzwischen ist es glaube ich ein bisschen... War das nämlich jetzt locker?

00:24:32: aber ich glaube am Anfang ist es doch etwas Besonderes, oder?

00:24:34: Ja

00:24:35: also ich weiß meine ersten Reportagen und ich Ich bin auch ausgebildete Sprecherin und hab die dann auch selber gesprochen, wär ich nie vergessen.

00:24:41: Die ganze Familie saß da und meine Eltern riefen dann an, oh Mensch Willi ist mein Spitzname in der Familie!

00:24:47: Das ist ja schade dass du die nicht sprechen konntest und ich so.

00:24:50: Ihr seid meine Eltern?

00:24:51: Ihr hört meine Stimme nicht?

00:24:52: Hallo?!

00:24:54: Weil meine Vertonsstimme ist eine etwas andere noch als die mit der ich jetzt spreche.

00:24:59: also kennt man ja selber das man sich dann anders hört.

00:25:03: Also das war schon was Besonderes.

00:25:04: und mittlerweile Nee, es ist immer noch jedes Mal aufregend und schön und spannend.

00:25:10: Und weil ... Es ist ja gar nicht so sehr... Also ich mach die Filme ja nicht klar, auch um Geld zu verdienen.

00:25:18: Aber ich will ja den Leuten... also ich mache nur Präportagen und Dokumentationen.

00:25:21: Das heißt, ich bin in der Regel mindestens drei bis fünf Tage mit Leuten unterwegs oder mal sieben Tage oder noch länger.

00:25:27: Und dann lernst du die kennen!

00:25:28: Dann öffne die sich dir.

00:25:29: Das ist meine Hauptaufgabe.

00:25:30: Ich muss die Menschen dazu bringen mir sehr schnell zu vertrauen.

00:25:33: Mir sehr schnell ihre Geschichte zu erzählen und sich so zeigen vor der Kamera wie Sie im normalen Leben wären.

00:25:39: Dann ist es ein guter Film und dann ist die große Hürde Herausforderung die Filme so zu machen, dass sie interessant sind für den Zuschauer noch viel mehr.

00:25:47: Dass die Leute, die ich begleitet habe, die Menschen das die sich wiederfinden und wenn das gelingt?

00:25:52: Und wenn dir die Polizei anruft und sagt mega jederzeit wieder kannst jederzeit mitkommen wieder.

00:26:00: Das ist also das größte.

00:26:01: Das ist richtig cool.

00:26:02: Wenn dann auch eine Quote kommt oder dann auch vielleicht mal ein preis Ja Dann ist das auch ganz geil kann Ich nicht erläutern.

00:26:10: was heißt auch schon preise gewonnen

00:26:12: Ich habe einen Preis, beziehungsweise mein Produzent hat den Preis bekommen.

00:26:15: Genau dem bayerischen Fernsehpreis das war das höchste und das ist mega weil es auch ein Projekt war was mich wirklich lange beschäftigt hat über was ich sehr gerne gemacht hab weil ich bin gebürtige Schwerinerin und das war eine zehnteilige Folge für NTV über den Alltag in der DDR erzählt Prominente und Alltagszeugen mit viel Archivmaterial.

00:26:34: Das war wirklich eine Materialschlacht, ich habe sehr lange auf der Terrasse gesessen und das ganze Material gesichtet und alles und daraus haben wir zehn Folgen gemacht, ah siebenunddreißig Minuten und die sind richtig gut gelaufen.

00:26:47: und das waren natürlich für mich einerseits aus geschichtlicher Hinsicht total spannend aber auch im Umgang mit den Leuten weil ich die natürlich ganz anders ansprechen konnte bei den Interviews wenn die mir erzählt haben vom deutschen Jägerschnitzel Jeder Wessi sagt, naja klar ein Jägerschnitzel ist ein Jägerschnitzels und Schnitzeln mit Pilzen.

00:27:05: Nee in Deutschland, in Ostdeutsches Jägerschnitzel panierte gebratene Yachtwurst.

00:27:09: Mit Spirellinudeln und der Tomatensoße die ihn in der Tomate gesehen hat.

00:27:12: also das ist... Und das macht es dann spannend und schön und einfach aufregend.

00:27:19: Hast du mal mal das Gefühl dass man auch Geschichten einfach zu Ende erzählt sind oder sagst du einiges jede Geschichte endlos?

00:27:25: Mein Lieblingstitel ist ja nach wie vor unter jedem Dach ein Ach.

00:27:28: Jeder hat eine Geschichte, also ich glaube so lange es Menschen gibt und das ist seit an Beginn der Zeiten so die haben keine Ahnung.

00:27:35: die ersten Höhlenbewohner haben uns heuer gesessen und sich erzählt Wie groß das Bison war?

00:27:41: Und viel Anstrengung sie hatten um das zu... Also Es wird immer Menschen geben die Geschichten erzählen und andere Menschen die diese Geschichten hören wollen.

00:27:50: also deshalb Ich glaube, Geschichten sind nie auserzählt.

00:27:53: Wo glaubst du geht Fernsehen noch hin?

00:27:55: Wir sind ja alles Digitale, alles wird kleiner auf dem Handy... wir können alles abrufen!

00:28:00: Das ist ja nicht mehr so mit unseren Wendezeiten und ihr macht ja extra auch Formate die man abruffen kann.

00:28:04: Wo glaubest du das noch

00:28:05: hin?!

00:28:06: Ich glaube, dass Fernsehen vor allem im journalistischen Informationsbereich eine große Rolle weiterspielen wird und noch viel größere nämlich im Einordnen.

00:28:13: Und dann sind wir beim Thema KI, da sind wir bei dem Thema Fake News, also gibt es ganz viele Themen wie Lügenpresse.

00:28:20: Und ich glaube das die große Herausforderung sein wird auf der einen Seite effizient zu arbeiten und auch die KI sinnvoll zu nutzen und auf der anderen Seite aber Dinge und große Dinge einzuordnen, ohne sie zu werten.

00:28:33: Also es wird ja gerade öffentlich-rechtlichen Medien auf vorgeworfen das sind die Links oder Rechtslastigen und ähnlichen Und ich glaube darum geht es gar nicht.

00:28:40: aber es geht darum aus dieser Masse an Informationen das rauszusuchen und zu sagen guck mal Das ist der Fakt dass sind die Fakten drum herum und damit den Menschen die Möglichkeit zu geben jetzt bild ihr deine Meinung.

00:28:51: Aber du musst eben vorher die fakten kennen und diese fakten herauszusuchen um mit den Experten zu sprechen und auch nachzuweisen dass bestimmte dinge die im Umlauf sind einfach sowas von Gefägte gekürt, das andere Wort sage ich jetzt nicht sind.

00:29:06: Das glaube ich wird zunehmen an und deshalb wird die Relevanz des Fernsehens wenn sie das hinbekommen auch nichts sinken.

00:29:12: Spannend!

00:29:13: Wie ist es denn jetzt wenn Sender so ein Format abgelädert?

00:29:16: Was hindert den Sender dass vielleicht selber aufzurollen und selber zu produzieren?

00:29:22: Gar nichts.

00:29:22: Das ist auch schon passiert das einzelne Reportagetheben plötzlich ganz unverhofft zu sehen waren und man sich wundert, aber auch da sag ich mir ist es.

00:29:33: Also ich glaube sehr an Karma ... Und deshalb das ist... Du kannst dich nicht dagegen wehren!

00:29:38: Es gibt ganz schwierig eine eigene Idee zu schützen und deshalb ist es so wichtig diese Beziehung aufzubauen.

00:29:45: und wirklich da geht's viel um Vertrauen auch in den Sendern.

00:29:48: Du bist ja hinter der Kamera, aber warst du auch schon vor der Kamera?

00:29:52: Das ist schon ein bisschen her, sag'

00:29:54: ich mal.

00:29:54: Richtig!

00:29:56: Auch wenn man es dir nicht ansieht in dem Sinne.

00:29:59: Aber magst du mir dazu mal etwas erzählen, wie du überhaupt dazukommen bist hinter und vor der Kamera zu stehen?

00:30:05: Also ich wollte ganz ursprünglich, ich habe sehr lange Theater gespielt und ich wollte eigentlich Schauspielerin werden.

00:30:10: Und dann hab' ich mit sechzehn in Schwerin, die mit meinem alten Freund Frank, der auch zu den Medien gekommen ist, die Schweriner Jugendredaktion aufgebaut in der von der Schwerina Volkszeitung.

00:30:21: Und meine Lehrerin damals sagte du fahr mal zum Alexanderplatz da, als er im letzten Freitag am August so ein großer Bazaar.

00:30:30: Da macht das Fernsehen einen Casting!

00:30:32: für Journalisten.

00:30:33: Ich gedacht, wie ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen bin, dass man ja auch beim Fernsehenjournalisten arbeiten und dann bin ich dahin gefahren, habe eine Aufnahmeprüfung gemacht, bin dann auch nach einer nochmaligen Aufnahmeprüfung, hab' ich in mir einen Volontariatsplatz bekommen beim Fernsehende DDR und habe dann Journalismus studiert.

00:30:51: Dazu muss man wissen, in der DDR war Journalismus ein geschützter Beruf das heißt es gab nur hundert Studienplätze pro Jahr acht bis neunhundert Volontärinnen und Volontäre in der ganzen DDR.

00:31:02: Und dann hatte man nochmal eine einwöchige Prüfung, und innerhalb dieser einwölchigen Prüfungen wurde dann entschieden, man bekommt den Studienplatz oder nicht.

00:31:10: Während des Studiums habe ich eben auch vor der Kamera gearbeitet weil das gehört dazu.

00:31:14: Messefernsehen in einer Fernsehgruppe war das einen Teil die Sprachausbildung war ein Teil.

00:31:18: also wir wurden sehr praxisnah unterrichtet Und ich habe jedes Wochenende bei der aktuellen Kamera oder in einer Ende Unterhaltung gearbeitet, weil Geld brauchte man immer als Studentin.

00:31:30: Dann kam die Wende... Und dann habe ich, bin ich direkt zum RBB gegangen oder damals noch ORB.

00:31:35: und dann sagte mir der damalige Chefredakteur.

00:31:38: Ja also klar sie können hier gerne einen Volontariat machen auf wie gesagt ne?

00:31:43: Ich hab ja ein Volontariat!

00:31:44: Er ist ja nur ein Ost-Volontariad.

00:31:47: Da kam die stolze Ex-DDR-Burgerin raus und habe mich dann parallel, da hatte ich eine Anzeige gesehen RTL zwei News suchten jemanden und Klaus Ebert hat hier einen Casting veranstaltet.

00:32:00: Da habe ich teilgenommen und dann bin ich nicht zu RTL II gekommen, aber hier nach RTL Nord.

00:32:05: Und hab ja hier das erste halbe Jahr gearbeitet, hab hier Privatfernsehen kennengelernt was sehr spannend war für mich.

00:32:12: seitdem kenne ich auch TVN weil die damals unser technischer Dienstleister hier waren sind sie heute noch für RTL Nord und bin dann nach einem halben Jahr nach Hamburg gekommen und hab da die Nachricht moderiert.

00:32:23: Krass!

00:32:23: Also es heißt RTL North war ja auch mal hier drin.

00:32:25: also es hieß da wo wir jetzt gerade sitzen standste auch schonmal?

00:32:28: Ja

00:32:29: Also die Moderation waren dann in Hamburg.

00:32:32: Genau, aber ich war hier im Studio, wir haben hier zum Beispiel mal zugeschaltet, habe ich eine Geschichte gemacht über eine Beerenfamilie und hier in diesem Studio wurde ich von einem Bären trotz Maulkorb gezwickt.

00:32:43: Hier

00:32:43: war ein Bär drin?

00:32:44: Ja,

00:32:44: hier waren Bären damals dran.

00:32:47: Ein Bär an der Leine...

00:32:49: Und dann gab es einen schwer verletzten Dich oder...?

00:32:51: Ganz schwer verlettet war's nicht, aber es gibt noch... Ich kann die Fotos nochmal raus suchen, dass

00:32:56: du... Sehr gerne!

00:32:58: Und wie wird man denn, sag ich mal, Redaktionsleiterin?

00:33:01: Also so dass man halt sagen kann hey!

00:33:03: Ich kann jetzt aussuchen was wir heute machen.

00:33:05: Weil ich bestimmen wollte.

00:33:06: Weil du bist tatsächlich ja... Es gibt ja wenig Frauen die sagen wir möchten Macht haben.

00:33:12: Ich bin eine derjenigen die ganz klar sagt wenn du bestimmt oder wenn du entscheiden möchtest dann brauchst du Macht dazu um das Dinge umzusetzen und ich entscheide gerne mit Versuche partnerschaftlich zu führen, das habe ich tatsächlich bei RTL und Bertelsmann gelernt.

00:33:30: Das Partnerschaftliche Führen ist da eine ganz hohe Kunst sozusagen und wahrscheinlich auch aus alter DDR-Vergangenheit.

00:33:36: Ich war auch da immer sehr aktiv und sehr engagiert.

00:33:39: Ich war FDR-Zekretärin und ähnliches Und vor diesem Hintergrund bin ich... Ich wurde irgendwann vom Sender genommen Vom damaligen Chefredakteur Dieter Lesche der sagte was macht das dicke Frettchen da auf dem Schirm?

00:33:54: Das war eigentlich eine große Schmach und damalige Freunde sagten zu mir, nee du bleibst jetzt schön hier.

00:33:59: Du siehst das durch Und ich bin dann schnell Chefin vom Dienst geworden auserzählt war und ich das tolle Angebot hatte.

00:34:26: Und einfach auch weiterkommen wollte, mein erstes Jahresgehalt verhandelt habe mit meinem damaligen Chef und das hat einfach Laune gemacht.

00:34:36: Seitdem bin ich dann von Springer TV zu ProSieben gekommen als Redaktionsleiterin von Sam der Stunde am Mittag.

00:34:43: Das war mega!

00:34:43: Da war ich Anfang dreißig hat den TT als Dienstwagen zwei Assistentinnen und konnte jeden Tag eine Stunde nationales Programm gestalten.

00:34:51: Das hat einfach mega Spaß gemacht, auch mit einem großartigen Team und wirklich zu den guten Zeiten wo du Budgets hattest, wo die Leute in alle Welt reisen konnten und wo du tolle Geschichten erzählen konntest.

00:35:02: Spannend!

00:35:03: Aber du unterrichtest ja auch Kommunikation also bringst da bei euch dabei wie sie vernünftig reden vor der Kamera?

00:35:10: Was sind denn die häufigsten Fehler, die die meisten machen?

00:35:14: Ich bringe das gar nicht so bei vor der Kamera, sondern ich bin Kommunikationscoach für Auftreten und Wirkung und spezialisiert auf Krisenkommunikation.

00:35:22: Und die häufigsten Fehler ist die Nicht-Kommunikation – dass Menschen immer noch glauben vieler als ich macht, bietet es an Verführungskräfte und auch für Politiker, dass viele Menschen sich da nicht bewusst sind wie sie wirken.

00:35:35: Wenn du dir nicht bewusst bist, wie du wirkst kannst du deine Wirkung nicht verändern die besten, rhetorisch besten Sätze loslassen.

00:35:42: Wenn du aber weißt... Dass du da steif sitzt!

00:35:46: Sich gar nicht bewegst zum Beispiel und der Inhalt bestimmt nur sieben Prozent deiner Wirkung.

00:35:52: Der Rest ist die Stimme und die Körpersprache.

00:35:55: Und dass du mit Stimme zum Beispiel so wahnsinnig viel machen kannst.

00:35:58: Ich bin selbst eine Schnellrednerin.

00:36:00: Aber wenn ich möchte kann ich auch Pausen setzen Und ich kann lauter werden, ich kann eindringlicher werden.

00:36:06: Ich kann mit meinen Händen arbeiten!

00:36:08: Also ich kann so viele Dinge machen mit meinem Körper und kann mein Botschaftengewicht verleihen und Menschen beizubringen sich dieser Wirkung bewusst zu werden.

00:36:16: und auch sie nicht alle...ich nenne es immer rundzuschleifen sondern ihre Ecken und Kanten rauszuarbeiten und zu sagen du bist ein Typ.

00:36:23: Es ist nicht schlimm, wenn du jetzt fünfmal Irm sagst.

00:36:25: Wenn du dafür ein gut gestikulierst und einfach eine Botschaft hast oder gute Storytelling, da ist das richtig gut!

00:36:30: Und das mit Menschen rauszuarbeiten – auch da bin ich wieder ähnlich wie im Journalismus.

00:36:34: Ich arbeite mit mehreren meiner Gecoaching-Kunden und Kundinnen seit Jahren zusammen.

00:36:39: und diese Entwicklung zu sehen, weil es ja auf einer sehr tiefen persönlichen Ebene stattfindet.

00:36:46: Das ist total

00:36:47: erfüllend.".

00:36:48: Hilft dir das dann auch bei den Reportagen beim Drehen, wenn du jetzt welche hast vor der Kamera die vielleicht ein bisschen nervös sind oder auch nicht wissen wie sie sich geben sollen und dann gibst du denen auch Tipps.

00:36:56: Und giss es mal mit dem ruhig durch so?

00:36:59: Tatsächlich weniger.

00:37:00: ich glaube aber ich strahle das aus und ich glaube Ich habe eine.

00:37:04: Wie auch immer ich hab selber ne sehr offene Art und ich Glaube wenn man Menschen offen gegenüber auftritt und sie möglichst in Situationen bring's.

00:37:12: Also gesetzte Interviews.

00:37:14: ich sitze hier Und da sitzt mein Protagonist und ich befrage den, das sind die schwierigsten Situationen für die meisten.

00:37:20: Weil es ist ein Studio drum herum dann ist die Kamera und alles.

00:37:23: wenn ich dich jetzt aber zum Beispiel... Ich weiß ja was du auch als zweiten Berufswald machst.

00:37:29: Wenn ich dich z.B.

00:37:29: neben dem Aquarium stellen würde und dich dann befragen würde Würdest du automatisch weil du in deiner gewohnten Umgebung bist?

00:37:35: Weil du etwas machst was du sowieso machst viel natürlicher Antworten.

00:37:38: und das herauszufinden bei den Reportagen dass sich die Menschen in Situation bringen wo sie sich wohlfühlen wo sie etwas zu tun haben wo sie quasi gar nicht nachdenken und ich nenn's immer den kleinen Kritiker auf der Schulter haben, sondern denen runterschubsen.

00:37:49: Sondern einfach reden wie ihn in der Schnabe gewachsen ist.

00:37:52: dann funktioniert das in der Regel.

00:37:53: Und fällt denn ja auch leicht?

00:37:55: Weil es eine Wahlgeschichte ist die Sie erzählen?

00:37:57: Absolut!

00:37:58: Und Sie müssen sich überlegen.

00:37:59: also ne?

00:37:59: Sie können einfach wirklich reden und ähm...ja das funktioniert.

00:38:03: Was war so dein coolstes Erlebnisproduktion Ort wo du jemals gewesen bist?

00:38:09: Einfach antarkt ist.

00:38:11: Den Auftrag habe ich angenommen, weil mir war klar.

00:38:13: Ich werde ihn niemals

00:38:14: die Kuhle ausgeben... Man kommt da ja auch nicht so hin?

00:38:17: Kommt man schon mit sehr viel Geld hin und es gibt hundert Menschen, die gleichzeitig immer auch antaktisches Festland betreten dürfen.

00:38:24: mehr sind's gar nicht, weil das tatsächlich so.

00:38:27: Da sind ja mehrere Kreuzfahrtschiffe, die dort immer rumcruisen und nur hundert menschen gleichzeitig dürfen auf dem Festland sein.

00:38:34: Also das ist auf DR.

00:38:35: Warum?

00:38:37: Weil es ein Naturschutzgebiet ist und weil sie sagen, dass es eben sonst zu viel Trubel, zu viel Beschäftigung... Fand ich so einen Fun-Fact, fand ich sehr spannend!

00:38:46: Das war tatsächlich für eine Produktionsfirma in Köln.

00:38:51: Ich bin ja selbstständig und die haben mich vor sechs Jahren genau kurz vor Corona angerufen und gefragt ob ich als sogenannte AP Executive Producer an Bord gehen möchte für drei Reisen Einmal Karibik, einmal Brasilien und einmal Antarktis.

00:39:06: Und dann habe ich gesagt ... Karibika-Brasilien möchte ich nicht.

00:39:09: Es klingt immer so toll!

00:39:11: Du hast auch gerade so gelacht... Ja, aber Arbeiten im Ausland ist das klingt always toll, aber es ist mega anstrengend.

00:39:19: Als die ja sagten dann aber okay Antarktes, also Antarktest hab' ich gesagt auf jeden Fall weil da wollte ich immer schon mal hin.

00:39:25: Dann sagten sie ne du musst alle drei machen und es war auch letzten Endes Richtig, richtig toll.

00:39:30: Aber die Antarktis war schon das Tollste.

00:39:32: Wie lange warst du da?

00:39:34: Dreieinhalb Wochen.

00:39:35: Also du fährst ja... Wir sind vierundzwanzig Stunden hingefliegen.

00:39:38: Das war der Horror hingeflogen.

00:39:41: Du fliegst nach Ushuaia und dann sind wir aufs Schiff und dann fährste durch die sogenannte Drake Passage von der erfahrene Menschen sagen, also entweder du bist die ganze Zeit sehkrank oder aber du stürbst.

00:39:55: Also es geht eigentlich nicht so heftig von den Winden und von den Wellen und allem.

00:40:03: Ich habe das große Glück ich werde nicht sehkrank.

00:40:05: Hat sich jetzt auch wieder bei der Bundespolizei bewahrheitet.

00:40:08: Ich werde einfach nicht sehn krank zum Glück.

00:40:10: Und da war dann wirklich diese Situation.

00:40:13: Du gehst an Land und du setzt aus.

00:40:16: mit so einem kleinen Bötchen Stehst dann auf Schnee, den vor dir noch keiner betreten hat.

00:40:23: Werter war die schönste Situation.

00:40:24: da gibt es auch Bilder von... Da laufen mir wirklich die Tränen rüber über die Wangen weil wir wurden vorher richtig vorbereitet.

00:40:32: du gehst nicht alleine raus sondern immer mit einem Guide und der sagte auch also wenn die Pinguine kommen die haben immer Vorrang, da müsst ihr zwei Meter Abstand lassen und müsst weggehen.

00:40:43: Also die haben Vorrang.

00:40:45: Und ich bin dann da rausgelaufen und hab mir das so angeguckt, bin Richtung Meer gegangen.

00:40:50: Hörst plötzlich hinter mir so schnattern?

00:40:53: Also wie die so machen ... Ich kann das nicht gut nachmachen!

00:40:55: Wo könntest

00:40:55: du dich schon an?

00:40:59: Ich drehe mich um und dann kommt so ein kleiner Kerl.

00:41:01: So klein sind die gar nicht.

00:41:02: Kommt auf mich zu.

00:41:04: Was soll ich machen?

00:41:05: Hinter mir ist das Meer.

00:41:06: Ich kann da jetzt nicht reinspringen.

00:41:08: Nein einfach ruhig bleiben.

00:41:09: Dann stand der wirklich vor mir, hat hochgeguckt und hat seinen Geräusch gemacht.

00:41:14: Also ich krieg jetzt noch Gänsehaut, weil das war der schönste Moment.

00:41:19: Weil es so unwirklich war und bist wirklich in einer Umgebung die schon an sich so unwirklich ist.

00:41:25: Und du wirst auf einmal klein für dich und dann stehst du da auf eine Eisscholle und dann kommt ein Pinguin an.

00:41:30: Das war mega!

00:41:33: Wie war das mit der Technik über die Kameraleute?

00:41:35: Hatten die Schwierigkeiten wegen dem Minusgraden oder gab es

00:41:37: überhaupt keinen?

00:41:38: Nee, du fährst nur in die Antarktis im sogenannten Sommer.

00:41:41: Wenn dort Sommer ist und dadurch war's tatsächlich gar nicht so kalt.

00:41:46: Also minus gerade ja aber das ging... Das waren

00:41:50: jetzt nicht diese minus zwanzig?

00:41:51: Nein,

00:41:51: nein überhaupt nicht!

00:41:53: Also angenehm also einfach eigentlich mit normalem.

00:41:56: Ja, das klusst mit normalen Winterklamotten.

00:41:59: Das war nur das Problem wenn du dann von draußen reinen Schiff da brauchtest du einen Moment weil die Kameralinse dann beschlägt und ähnliches.

00:42:04: aber das konnte man ja entsprechend einplanen und das war kein Problem.

00:42:08: Da war eher das Problem tatsächlich mit der Seekrankheit in der Drake Passage also zumal wenn du diese.

00:42:14: heute gibt es ja auch Pflaster und es gab aber damals Tabletten und Ähnliches.

00:42:18: die machen sehr müde und das funktionierte da nicht.

00:42:20: Wenn jetzt noch ein Angebot nochmal reinkommen würde würdest du's wiedermachen?

00:42:23: Na klar!

00:42:25: Sofort.

00:42:26: Und warum ist, sag ich mal so die Warmländer?

00:42:29: Jetzt sage ich mal wenn du da arbeiten musst.

00:42:31: nicht so schön, wenn du sagst an Arktis war besser.

00:42:33: Weil

00:42:33: ich da selbst privat schon hingeflogen bin und weil das also weil Ich dann lieber Urlaub dort mache und weil ich ja Punkt weil ich einfach gerne Also ich reise sehr gerne ich mach gerne urlaube und weil Ich dieses arbeitene im Ausland für mich.

00:42:48: meine sprachkennnisse sind jetzt auch nicht so super.

00:42:50: also mein englisch ist leider nicht so perfekt.

00:42:54: Das brauchst du dort und dann fühle ich mich einfach unwohl.

00:42:57: Also das ist...

00:42:58: Aber an Arktis war es anders?

00:43:01: Ja, ja!

00:43:03: Da hat wirklich das Land geschlagen oder überhaupt die Landschaft und die Natur.

00:43:06: Das würde ich auch jederzeit wieder machen.

00:43:09: Hast Du so ein Wunschformat irgendwas was Du ganz gerne selber mal am Telefon sehen würdest oder vielleicht eine Idee, die Du unbedingt noch umsetzen musst?

00:43:17: Ach da gibt's ganz viele.

00:43:19: also Es gibt A dieses unter jedem Dach ein.

00:43:21: ach Definitiv ist eines der Formate.

00:43:24: Dann gibt es, ich würde gerne einen Format machen über Trennung.

00:43:27: Es gibt ein ganz großartiges Format Jahrhundertliebe im norddeutschen Rundfunk Das Liebe, weil da sprechen ältere Menschen darüber wie sie eben so lange zusammen sind Und genauso, wenn man sich die Zahlen anguckt.

00:43:41: Es gibt einfach sehr viele getrennte Paare und manche kriegen es gut hin, manche nicht.

00:43:44: Und immer hängen andere Menschen drum herum und da beide Seiten zu hören vielleicht auch, wenn sie nicht zusammenbringt aber das einfach zu zeigen weil ich glaube dass ist auch etwas... Das hatten wir am Anfang des Gesprächs.

00:43:56: Warum mache ich Fernsehen?

00:43:57: Warum erzähle ich Geschichten um auch anderen Menschen zu zeigen?

00:43:59: guck mal du bist nicht alleine.

00:44:01: Das wäre so etwas was ich sehr gerne noch machen würde.

00:44:04: Spannendes Thema, dann hoffe ich auf jeden Fall das klappt.

00:44:06: Claudia, vielen lieben Dank für deine Zeit und diesen tollen Einblick!

00:44:09: Danke dir!

00:44:10: Das war der Broadcast bei TVN, folgt uns auf jeden fall aufs Body-File, YouTube, Instagram und wo wir noch überall vertreten sind und wir hören uns in dem nächsten Podcast wieder bis dann.

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